5. Oktober 2025 · Reisen

Drei Tage Mecklenburg: Brauhaus, Brennerei und viel Regen

Drei Tage, zwei Plätze, rund 300 Kilometer. Manchmal muss es nicht die große Tour sein. Wir sind Anfang Oktober nach Südwestmecklenburg gefahren, haben auf einer Wiese neben einer Brauerei geschlafen und den zweiten Tag auf einem Gut mit Obstbrennerei verbracht. Dazwischen lag ein Regentag, wie er im Buch steht.

Sonnige Allee mit alten Bäumen und Feldern, Landstraße in Mecklenburg
Die Anfahrt am ersten Tag. Goldener Oktober, wie man ihn sich bestellt.

3. Oktober: Vielanker Brauhaus

Gegen halb zwei erreichen wir das Vielanker Brauhaus. Die Sonne scheint, es sind angenehme fünfzehn Grad, und die Wiese neben dem Brauhaus füllt sich zusehends. Am Abend stehen rund zehn Wohnmobile dort, was für eine lebendige, aber entspannte Stimmung sorgt.

Am frühen Abend gehen wir hinüber ins Brauhaus und essen sehr gut. Danach sitzen wir im Wohnmobil, ein frisch gezapftes Vielanker Bier auf dem Tisch, und lassen den Tag auslaufen. Fünfzehn Euro kostet die Nacht, zehn davon bekommt man zurück, wenn man drüben isst. Ver- und Entsorgung gibt es nicht, das muss man vorher wissen.

4. Oktober: Regen, und dann Gut Schwechow

Der zweite Tag beginnt mit Regen. Nicht mit Nieseln, sondern mit richtig viel Regen. Die Hunderunde am Morgen fällt entsprechend kurz aus. Regensachen hatten wir dabei, die Regenschuhe standen zu Hause. Nasse Füße also, gleich am Vormittag.

Gegen Viertel nach zwölf brechen wir auf und sind pünktlich um eins auf Gut Schwechow. Das ist eine Obstbrennerei mit großem Park und viel Platz für Wohnmobile. Wir decken uns im Hofladen ein, mehr als geplant, wie meistens. Am Nachmittag verzieht sich der Regen, und die Sonne kommt sogar noch einmal durch.

Teich mit Springbrunnen im Park von Gut Schwechow, im Hintergrund das Gutshaus zwischen alten Bäumen
Der Park auf Gut Schwechow. Nach dem Regen wurde es am Nachmittag freundlich.

Am Nachmittag kommt spontan Familie mit dem eigenen Wohnmobil dazu. Damit war der Abend gesetzt, und aus einem ruhigen Tag auf dem Gut wurde ein geselliger.

Einkaufskorb mit einer Flasche Aquavit und einer Flasche DDR-Eierlikör, dahinter Gläser mit Aufstrich
Aus dem Hofladen. Der Eierlikör heißt F5 Transit, nach der alten Transitstrecke.

5. Oktober: über die Elbe zum Kuchen

Am letzten Tag machen wir auf dem Rückweg einen Abstecher nach Darchau. Das liegt schon nicht mehr in Mecklenburg, sondern jenseits der Elbe im niedersächsischen Amt Neuhaus. Wir bleiben genau so lange, wie ein Stück Kuchen dauert, und fahren dann nach Hause.

Was von drei Tagen bleibt

Zu beiden Plätzen gibt es eigene Stellplatztipps: zum Vielanker Brauhaus mit den Öffnungszeiten des Restaurants, die man kennen sollte, und zu Gut Schwechow mit dem Hofladen und der Brennereiführung.

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