19. April 2026 · Einstieg

Willkommen auf vier Rädern und acht Pfoten

Manchmal beginnen die längsten Reisen mit dem kürzesten Gedanken: „Warum eigentlich nicht?"

Als wir 2022 zum ersten Mal laut ausgesprochen haben, dass wir unsere Wohnung verkaufen und anders leben wollen, war es kein klares Ziel. Eher ein Gefühl, wie eine offene Autotür an einem Sommerabend. Heute sitzen wir auf der Stufe vor unserem Mobilhome, die Hunde schnarchen in der Sonne, und über dem Campingplatz liegt dieser leise, nach Kiefern und Kaffee duftende Morgen, den wir jetzt Alltag nennen dürfen.

Warum der Schritt?

Wir haben uns nicht aus der Wohnung gerettet. Es war schön, gemütlich, alles war da. Aber irgendwann wurde aus „alles ist da" ein leises „alles bleibt auch so". Meine Frau und ich haben gemerkt, dass wir mehr davon wollten, was wir im Urlaub auf dem Campingplatz immer genossen haben, und weniger davon, was uns daran hinderte.

Also haben wir verkauft, sortiert, verschenkt. Übrig geblieben ist das, was wirklich zählt, und das passt auf 40 Quadratmeter.

Nicht alles, was man liebt, wiegt viel. Die besten Dinge passen auf 40 Quadratmeter.

Mobilhome und Wohnmobil: zwei Zuhauses

Unser Mobilhome steht fest auf dem Campingplatz: 40 Quadratmeter TinyHouse mit Küche, Bad, Schlafzimmer und Stellplatz für zwei Hundekörbe. Das ist unser Zuhause. Wenn uns das Fernweh packt, nehmen wir das Wohnmobil und fahren los: Skandinavien, die Ostsee, irgendwohin. So haben wir beides: die Ruhe eines festen Platzes und die Freiheit, jederzeit aufbrechen zu können.

Unsere Terrasse am Mobilhome am Abend
Unsere Terrasse: der Lieblingsplatz, wenn der Tag ausklingt.

Und die Hunde?

Die beiden sind das Herzstück. Eine unserer größten Sorgen war, ob es ihnen gefallen würde. Die Antwort kam nach drei Tagen: Sie haben ihre Lieblingsplätze gewählt, die Spazierrouten schneller gelernt als wir, und wenn wir das Wohnmobil packen, wedeln sie. Ein Hundealltag braucht nicht mehr als Menschen, ein Körbchen und eine gute Nase.

Greta und Fiete auf der Terrasse
Greta und Fiete: die eigentlichen Entscheider.

Die Spazierrouten wurden täglich länger. Sie lieben das Campingleben genauso wie wir.

Fiete im Vordergrund, Greta im Hintergrund
Zwei Hunde, ein Campingplatz, unendlich viele Schnüffelrunden.

Was wir gelernt haben

In den ersten Wochen haben wir viele Dinge neu lernen müssen. Wie man Platz wirklich nutzt. Wie man mit weniger auskommt. Wie man sich auch im Regen nicht auf die Nerven geht. Und vor allem: Wie viel man tatsächlich braucht. Nicht viel.

Dieser Blog ist unser kleines Bordbuch. Wir erzählen hier vom Alltag auf dem Campingplatz, von Orten, die uns auf Reisen überrascht haben, von Pannen, die uns etwas gelehrt haben, und von Momenten, für die sich das Ganze lohnt. Wenn du mitlesen magst: schön, dass du da bist.

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