Unser zweites Zuhause auf vier Rädern ist ein Bürstner Viseo i 700 in Bronze Gold. Teilintegriert, sieben Meter lang, mit ein paar Umbauten genau das, was wir für unsere Art zu reisen brauchen.
Die Eckdaten
Der Viseo ist teilintegriert, 7 Meter lang und mit 2,20 Metern ungefähr 10 Zentimeter schmaler als viele andere Wohnmobile. Das merken wir auf engen Waldwegen in Schweden genauso wie in kleinen dänischen Hafenstädten.
Ursprünglich lag das zulässige Gesamtgewicht bei 3,5 Tonnen. Wir haben auf 4,2 Tonnen aufgelastet, damit wir bei der Zuladung nicht jedes Mal neu rechnen müssen.
Wie eine Zweiraumwohnung
Das Besondere an diesem Modell: vorne eine klassische Sitzgruppe, hinten eine zweite Hecksitzgruppe. Für uns ist das ideal, weil wir auch unterwegs aus dem Fahrzeug heraus arbeiten.
Das Wohnmobil ist für uns wie eine kleine Zweiraumwohnung. Vorne ist unser Essbereich, hier empfangen wir auch Besuch. Die Hecksitzgruppe ist unser Wohnzimmer, in dem wir gemütliche Abende verbringen.
Wenn wir morgens durch das große Fenster gucken und zum ersten Mal richtig sehen, wo wir eigentlich stehen, ist das jedes Mal wieder ein schöner Moment. Die Hecksitzgruppe lässt sich übrigens auch zu einem Bett umbauen, falls einmal jemand mitfahren möchte.
Die Küche liegt mittig und ist klein, aber gut durchdacht. 3 Flammen, ein Kühlschrank, genug Ablage für unsere Art zu kochen. Wir leben ja schon zu Hause im Mobilhome auf überschaubarem Raum, da fällt uns der Umstieg ins Wohnmobil leicht.
Autark unterwegs
Damit wir frei stehen können, haben wir einiges aufgerüstet. Eine Zusatzfederung für die höhere Zuladung, eine Solaranlage mit insgesamt 360 Watt auf dem Dach und eine Lithiumbatterie mit 165 Ah. Dazu ein 2000 Watt Wechselrichter mit reiner Sinusspannung und Vorrangschaltung.
Diese Kombination passt für uns hervorragend. Sobald die Sonne rauskommt, brauchen wir keinen Landstrom mehr. Selbst in den Wintermonaten kommen wir mit diesem Setup drei bis vier Tage autark aus, bevor wir ans Netz müssen.
Zusätzlich haben wir einen Dachlüfter einbauen lassen, den Belluna Super Fan. An warmen Tagen zirkuliert er die Luft und sorgt dafür, dass es im Innenraum angenehm bleibt. Ein echter Mehrwert, den wir nicht mehr missen möchten.
Rundumblick
Was uns immer wieder begeistert, ist der Rundumblick. Große Fenster vorne durch die Scheibe des teilintegrierten Aufbaus, große Fenster hinten und dazu das Heckfenster. Egal, wo wir stehen: wir können nach vorne und nach hinten rausgucken. Für uns ist das ein großer Pluspunkt.
Das kleine Manko
Einen Nachteil hat die Aufteilung allerdings. Weil die Hecksitzgruppe den Platz einnimmt, ist das Heckstaufach klein. Beim Packen spielen wir jedes Mal ein bisschen Tetris, bis alles verstaut ist. Nach ein paar Saisons wissen wir aber genau, was wohin gehört, und bekommen alles rein, was wir für unsere Touren brauchen.
Für längere Reisen hängen wir zusätzlich unseren Anhänger an. Dann passt auch der letzte Stuhl und das Stand-up-Paddel noch mit.
Und die Hunde?
Fiete und Greta haben ihren Schlafplatz längst gefunden. Nachts liegen die beiden meistens hinten in der Hecksitzgruppe und machen es sich auf dem Polster gemütlich. Besser kann man es eigentlich nicht zusammenfassen: für uns das perfekte Wohnmobil, weil es alle unsere Anforderungen erfüllt.
Vorne arbeiten, hinten wohnen, überall den Ausblick dabei. Genau so reisen wir gern.