Sieben Tage, knapp 700 Kilometer, fünf Plätze und zwei Hunde. Fyn ist überschaubar, und genau das war der Punkt. Wir sind von Hafen zu Hafen gefahren, meist eine Nacht, manchmal zwei, und haben nichts abgehakt. Am Ende stand die Erkenntnis, dass eine kleine Insel für eine Woche völlig ausreicht.
8. bis 10. Juli: Bogense
Die Fahrt von zu Hause bis nach Fyn bringt das, was Dänemark im Juli eben liefert: mal Regen, mal Sonne, im Wechsel und ohne Ankündigung. In Bogense stellen wir uns auf den Stellplatz an der Marina, direkt mit Blick auf das Wasser. 190 DKK die Nacht, und für die Lage ist das in Ordnung.
Der Ort selbst ist ruhig. Kleine Läden, ein paar Restaurants, nichts, was einen antreibt. Wir bleiben zwei Nächte, weil es keinen Grund gibt, weiterzufahren.
10. Juli: Kerteminde, und der Plan geht nicht auf
Eigentlich wollten wir auf den Stellplatz an der Marina von Kerteminde. Der ist aber voll und dazu eng. Direkt daneben liegt ein großer Parkplatz, auf dem schon mehrere Wohnmobile stehen, mit Strom und Frischwasser. 195 DKK, die Ver- und Entsorgung ist gut. Also stehen wir dort, mit deutlich mehr Luft um uns herum als auf dem eigentlichen Platz.
Kerteminde selbst gefällt uns auf Anhieb. Kleine Läden, Restaurants, und der Strand ist in zwei Minuten erreicht. Hunde sind dort erlaubt, also verbringen wir den Tag mit langen Runden am Wasser.
11. Juli: Tårup Strand
Vierzig Minuten Fahrt, mehr ist es nicht bis Tårup Strand Camping an der Ostküste. Wir sind früh da und bekommen deshalb einen der Plätze in der vorderen Reihe, mit Blick über den Großen Belt. Bei klarer Sicht steht die Storebæltbrücke am Horizont.
Der Platz ist gepflegt, die Parzellen sind groß, und die Sanitäranlagen fallen positiv auf. 175 DKK ohne Strom. Zum Gelände gehört ein Hundewald, dazu ein kleiner Strand, auf dem sich unsere beiden austoben können. Alles Weitere steht im eigenen Beitrag.
12. Juli: Faldsled Havn
Der letzte Halt auf der Insel ist Faldsled Havn im Südwesten, eine kleine Marina mit Platz für Wohnmobile. Ein paar stehen schon da, aber überlaufen ist es nicht. Für eine Nacht reicht das völlig.
Zum Erkunden gibt Faldsled nicht viel her, und das ist an diesem Tag kein Nachteil. Wir laufen abends am Wasser entlang, sitzen danach draußen am Tisch und lassen die Hunde im Gras liegen. Manchmal ist ein Ort genau dann richtig, wenn er nichts von einem will.
13. Juli: Rømø und Marsk Camp
Auf dem Weg zurück nach Westen machen wir einen Abstecher nach Rømø. Der Lakolk Strand ist befahrbar und weit genug, dass man sich darauf verliert. Die Hunde laufen sich zwei Stunden lang müde, die Luft ist warm und fast windstill, und voll ist es auch nicht.
Gegen 15 Uhr erreichen wir das Marsk Camp bei Skærbæk, unseren letzten Platz dieser Tour. Das Wetter hat andere Pläne: grauer Himmel, Regen ohne Pause. Zu einem letzten Reisetag passt das aber ganz gut. Die Hunde nutzen trotzdem noch den Auslauf, danach ziehen wir uns zurück, sortieren ein bisschen und sitzen einfach da.
Was von Fyn bleibt
- Strecke rund 700 Kilometer in sieben Tagen, für uns ungewöhnlich wenig
- Plätze Bogense 190 DKK, Kerteminde 195 DKK, Tårup 175 DKK ohne Strom
- Hunde auf allen Plätzen unkompliziert, dazu Strände in Kerteminde, Tårup und auf Rømø
- Rhythmus meist eine Nacht pro Platz, zweimal zwei. Das hat gereicht, um anzukommen, ohne zu hetzen
- Erkenntnis die Insel ist klein genug, dass die Fahrtage kurz bleiben, und groß genug für eine Woche
Wer einzelne Plätze dieser Reise genauer sucht: Zu Bogense, Tårup Strand Camping, Faldsled Havn und zum Marsk Camp gibt es eigene Stellplatztipps. Was mit zwei Hunden nach Dänemark an Papieren nötig ist, steht in Mit dem Hund nach Dänemark. Und wie es uns ein knappes Jahr später auf derselben Insel erging, erzählt Kerteminde und Skærbæk.