29. Juni 2024 · Reisen

Schweden 2024: Seen, Stille und Michel aus Lönneberga

Drei Wochen, ein Wohnmobil und kein fester Plan. Schweden empfängt uns mit Wolken, ruhigen Seen und einer App, die uns jedes Mal den perfekten Stellplatz findet.

Erster Stopp: Strib

Wie immer beginnt unsere Schwedenreise in Dänemark. Strib am Badehavn ist unser fester erster Halt auf dem Weg nach Norden, eine kleine Tradition, die wir inzwischen nicht mehr missen wollen. Der Ort ist ruhig, der Hafen überschaubar und irgendwie gehört dieser erste Abend mit Blick aufs Wasser einfach dazu.

Diesmal haben wir allerdings einen besonderen Programmpunkt: Euro 2024, Deutschland gegen Dänemark. Wir sitzen in Dänemark. Das passt natürlich hervorragend. Das Ergebnis lassen wir an dieser Stelle offen.

Tag zwei: Trüb, aber egal

Der zweite Reisetag begrüßt uns mit dem, was Skandinavien im Sommer manchmal eben liefert: grauer Himmel, kein Blau, 16 Grad. Wir beschließen, den Tag für Kilometer zu nutzen. Weit genug ins Landesinnere Schwedens fahren, sodass wir wirklich angekommen sind.

Das Ziel ist Höörs, ein kleiner Ort in Schonen, wo wir einen privaten Stellplatz gefunden haben. Kein Campingplatz, kein Trubel. Genau richtig für so einen fahrintensiven Tag.

Die Eremit-App: unser bestes Reisewerkzeug

Ab Tag drei entdecken wir, was diese Reise für uns zu etwas Besonderem macht: die App Eremit. Die App zeigt private Stellplätze abseits der großen Campingplätze, oft direkt am See, im Wald oder auf dem Hof eines Bauern. Günstig, ruhig, und meistens genau das, was wir suchen.

Unser erster Eremit-Platz liegt mitten im Wald, direkt am See. Sonst nichts. Kein Nachbar, kein Lärm, nur Bäume und Wasser. Die Hunde sind begeistert. Wir auch.

Wohnmobil am Eremit-Stellplatz direkt am See im schwedischen Wald
So sehen unsere Lieblingsplätze aus: Wasser, Wald, keine Menschenseele.

Auch der nächste Halt in Ljungby ist über Eremit gebucht. Wieder ein schönes, ruhiges Plätzchen am See. Das Wetter spielt leider noch immer nicht mit, aber inzwischen haben wir Frieden damit geschlossen. Ein schwedischer See bei Regen hat seinen eigenen Charakter.

Schweden im Regen ist immer noch Schweden.
Schwedischer See mit Seerosenblättern und Kiefernwald
Auch unter Wolken schön: ein stiller See irgendwo in Småland.

Frühstück auf Reisen

Zwei unserer Tagesetappen führen uns durch Hinneryd und Alvesta, wo wir jeweils Frühstückspause machen. Das ist einer unserer liebsten Reisemomente: Fenster auf, Kaffee kochen, draußen sitzt nichts außer Kiefern. Kein Zeitdruck, kein Tisch reservieren, einfach da sein.

Michel aus Lönneberga: Vimmerby

Das Highlight der ersten Reisewoche ist Vimmerby. Hier ist Astrid Lindgrens Heimatstadt, und hier lebt Michel aus Lönneberga. Der Freizeitpark Astrid Lindgrens Värld ist auch für Erwachsene eine echte Reise zurück in die Kindheit. Figuren, Szenen und Schauplätze aus den Büchern, alles liebevoll umgesetzt.

Wir übernachten direkt bei Michel. Ein Platz, den man nicht vergisst.

Lagerfeuer am Abend neben dem Wohnmobil in Schweden
Vimmerby: unser Stellplatz direkt bei Michel. Ein Abend, den man nicht vergisst.

Die Reise geht natürlich noch weiter. Drei Wochen Schweden enden erst am 21. Juli. Was danach noch alles passiert, erzählen wir ein anderes Mal.

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