Offiziell sind wir zu zweit. Tatsächlich sind wir zu viert, und die zwei, die das Kommando haben, laufen auf vier Pfoten.
Fiete, geboren 2021, ist seit seinem fünften Lebensmonat bei uns. Greta, geboren 2020, kam als Zweijährige zu uns. Seitdem bestimmen die beiden, wann wir aufstehen, welche Spazierwege wir nehmen und ob ein Stellplatz taugt. Ob wir zuhause im Mobilhome sind oder im Wohnmobil unterwegs: ohne die zwei läuft nichts.
Fiete
Fiete ist ein kleiner, frecher Bursche. Manchmal sehr aufgeregt, manchmal hört er nicht, immer neugierig und trotz allem ein durch und durch liebenswerter Kerl. Wer einmal in seine Augen geschaut hat, versteht sofort, warum wir ihm alles verzeihen.
Er hat keine Angst vor der Welt. Neue Stellplätze, fremde Menschen, unbekannte Gerüche: Fiete ist als Erster da und erkundet alles gründlich, bevor er erlaubt, dass wir in Ruhe unseren Kaffee trinken.
Im Wald dreht er auf. Jede Spur, jedes Rascheln, jeder Ast ist eine Einladung. Manchmal läuft er so schnell, dass wir ihn kaum noch sehen. Manchmal sitzt er einfach da und schaut uns an, als würde er sich fragen, warum wir so langsam sind.
Wenn er sich dann doch mal hinlegt, genießt er es mit vollem Einsatz. Zunge raus, Augen halb zu, Bauch in der Sonne. Kurze Pausen, lange Wirkung.
Am Strand läuft Fiete zur Hochform auf. Ein Stöckchen reicht, um ihn für Stunden zu beschäftigen. Manchmal fragen wir uns, wer hier eigentlich Urlaub macht.
Greta
Für Greta gibt es drei Dinge, die zählen: Kann ich etwas essen? Kann ich schlafen? Kann ich jagen? Alles andere ist ihr gleichgültig. Diese Klarheit bewundern wir heimlich sehr.
Wenn Greta schläft, schläft sie wirklich. Keine halben Sachen. Rücken unten, alle vier Pfoten oben, fertig. Im Mobilhome, im Wohnmobil, auf dem Campingplatz: ein Hundebett ist ein Hundebett ist ein Hundebett.
Überall, wo es etwas zu essen gibt, ist Greta dabei. Kochend, backend, öffnend. Ihr Timing ist perfekt. Ihren Jagdtrieb haben wir mittlerweile sehr gut unter Kontrolle, mit Vögeln kommen wir gut klar. Aber Essen bleibt Essen.
Was uns an Greta am meisten beeindruckt: ihre Ruhe. Fiete läuft, Greta beobachtet. Fiete springt, Greta wartet. Und dann, wenn der Moment kommt, ist Greta schneller als jeder von uns denkt.
Sie ist eine ganz besondere Maus. Einmal angekommen, bleibt sie. Wir möchten sie nicht mehr hergeben. Keinen von beiden.
Die zwei zusammen
Als Team ergänzen sich Fiete und Greta auf eine Weise, die uns täglich zum Lachen bringt. Er stürmt vor, sie folgt mit Bedacht. Er macht Lärm, sie ist schon längst dort. Gemeinsam haben sie unsere Entscheidungen übernommen: welcher Stellplatz, welcher Weg, wie lange wir draußen bleiben.
Wir wohnen minimalistisch auf 40 Quadratmetern. Die Hunde brauchen davon genau zwei: ihren Platz und unsere Nähe.