13. bis 17. Mai 2026 · Reisen

Kerteminde und Skærbæk: zwischen Hafenidylle und Sturmwind

Zwei Häfen, eine Marschlandschaft und ein bisschen Sturm. Kerteminde und Skærbæk haben uns in diesen fünf Tagen genau das gegeben, was wir gesucht haben: Ankommen, Durchatmen und die richtige Portion Dänemark.

Kerteminde: voller Hafen, trotzdem schön

Am 13. Mai um 13:00 Uhr verlassen wir unsere Homebase und machen uns auf den Weg. Die Route führt über die Autobahn direkt nach Kerteminde, wo wir kurz vor der Ankunft noch einen Gasflaschentausch einplanen. Gegen 17:30 Uhr biegen wir auf den Stellplatz am Hafen ein und stellen fest: Er ist, wie erwartet, brechend voll. Eigentlich kein Wunder zu dieser Jahreszeit. Aber diesmal ist es besonders eng, weil noch nicht alle Boote im Wasser sind. Die große Fläche neben dem eigentlichen Stellplatz, auf die man sonst manchmal ausweichen kann, ist durch Boote blockiert. Der Kampf um die besten Plätze ist entsprechend groß.

Wir finden irgendwie noch ein Plätzchen, quetschen uns zwischen die anderen Wohnmobile und richten uns ein. Das ist Wohnmobilleben: Man macht das Beste daraus. Den Abend lassen wir bei einem gemütlichen Klönschnack ausklingen und sind einfach froh, wieder in Kerteminde zu sein.

Hafen von Kerteminde am Abend mit vielen Segelbooten, ruhiges Wasser und bewölkter Himmel
Der Hafen von Kerteminde: gut besucht und trotzdem stimmungsvoll

Ein ruhiger zweiter Tag

Der 14. Mai überrascht uns mit gutem Wetter. Es ist zwar nicht warm, aber die Sonne kommt immer wieder durch und nur einmal regnet es ganz kurz. Für einen ausgiebigen Strandspaziergang mit Fiete und Greta reicht es allemal. Die beiden sind begeistert, rennen im Sand, schnuppern und toben und genießen jeden Meter. Mehr brauchen Hunde manchmal nicht.

Nachmittags schlendern wir durch den Ort. Kerteminde ist wirklich ein kleines Schmuckstück: bunte Häuser direkt am Hafen, das Wasser zum Greifen nah, alles überschaubar und trotzdem lebendig. Wir lassen uns durch die Straßen treiben, machen ein paar Fotos und genießen die entspannte Atmosphäre. Abends dann wieder gemütlich im Wohnmobil, ein Spiel auf dem kleinen Klapptisch, und der Tag klingt ruhig aus. Morgen geht es weiter zu unserem Lieblingsstellplatz: Marsk Camp in Skærbæk.

Hafenpromenade Kerteminde mit rotem Boot und Geschäftshäusern im Hintergrund, bewölkter Himmel
Kerteminde: der kleine Ort hat seinen ganz eigenen Charakter

Marsk Camp und das stürmische Römö

Ab Tag 3 sind wir auf Marsk Camp in Skærbæk. Das Wetter schlägt um: stürmisch, teilweise regnerisch, grauer Himmel. Aber das kennen wir und finden es ehrlich gesagt schön. Römö ist bei diesem Wetter noch schöner als sonst.

Mit dem Wohnmobil fahren wir rüber auf die Insel. Der Strand auf Römö ist an windigen Tagen ein ganz eigenes Erlebnis. Fiete und Greta toben im Gegenwind, die Ohren fliegen nach hinten, und man sieht ihnen an, wie viel Spaß das macht. Wir laufen am Wasser entlang, sammeln Muscheln und genießen die Weite. Anschließend bummeln wir noch durch die Boutiquen in Lakolk, bevor wir abends zum Fischbuffet nach Havneby fahren. Frisch, lecker und eine schöne Belohnung nach einem windigen Tag.

Aus Muscheln gelegtes Herz auf dunklem Strandsand
Kleine Fundstücke vom Strand

Den Rest der Reise verbringen wir auf Marsk Camp und chillen einfach. Lesen, die Ruhe genießen, ab und zu draußen sitzen wenn es die Pausen zwischen den Regenschauern zulassen. Genau das, was man manchmal braucht.

Blick über die grüne Marschlandschaft bei Skærbæk mit Schilfgürtel und Wasserläufen unter bewölktem Himmel
Die Marschlandschaft rund um Skærbæk: ruhig, weit und unglaublich grün im Mai

Unser Fazit: volle Häfen und weite Strände

Fünf Tage Dänemark, zwei Stopps, ein Lieblingsstellplatz. Kerteminde hat uns mit seinem vollen, lebhaften Hafen empfangen und trotz aller Enge seinen Charme entfaltet. Skærbæk und Römö haben den Gegenpol gesetzt: Weite, Wind und diese besondere Stille, die man nur in Dänemark findet.

Mit Hunden ist Dänemark sowieso unschlagbar. Fiete und Greta hatten ihr Programm und wir hatten unseres. Am Ende haben wir alle das bekommen, was wir gebraucht haben.

Manchmal muss man sich zwischen andere Wohnmobile zwängen, und manchmal hat man den ganzen Strand für sich. Beides gehört dazu.

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